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Tansania AG

Die nächsten Termine der Tansania AG:

 

Montag 17. Juni  11Uhr vor dem Musikpavillon

(Fototermin)

Montag 17. Juni   13 - 14Uhr   im Musikpavillon

 

 

 

 

 

Seit Januar 2013 gibt es an unserer Schule eine neue AG.

Ziel der neugegründeten Tansania AG ist der intensive ideele Austausch mit unserer ebenfalls neuen Partnerschule der Dr. Asha Rose Migiro Girls´ Secondary School.

 

Aileen Schütz, die letztes Jahr an der Humbold Schule ihr Abitur gemacht hat, knüpfte für uns bei ihrem Besuch erste Kontakte:

 

 

 

Bericht von Aileen Schütz

 

 

Aileen Schütz war im Rahmen des PROBONO Freiwilligen-Programms von Juli bis September 2012 als Educational Volunteer in Mwanga, Tansania. Durch ihren Aufenthalt legte sie einen soliden Grundstein für die noch junge Schulpartnerschaft zwischen der Maria Ward Schule in Bad Homburg und der Dr. Asha Rose Migiro Girls´ Secondary School.

"Natürlich, es ist ja auch wie eine völlig andere Welt für sie"

Das war die Antwort der Schulleiterin auf meinen Bericht über die leuchtenden Augen und die Begeisterung der Schülerinnen der Asha Rose Migiro Secondary Girls´ School, an der ich von Juli bis September als Educational Volunteer arbeitete. Vor allem ein Foto vom Mensaessen hatte es ihnen angetan und sorgte bei fast allen Gruppen für Staunen und Begeisterung. Dann noch schnell ein Foto der Schulband bei einer Aufführung in Unifarbenen T-Shirts mit Schullogo. "Seht ihr, so könnte eine Schuluniform in Deutschland aussehen. Aber die zieht man meistens nur zu festlichen oder offiziellen Anlässen an." Zustimmendes Nicken bei den einen, ungläubige Blicke bei den anderen. Nach der letzten Folie noch eine kurze Pause für eventuelle Fragen und dann konnte die nächste Reihe aufstehen und nach vorne kommen um sich die kleine Diashow von Fotos ihrer neuen Partnerschule anzuschauen.

Es war wirklich ein glücklicher Zufall, dass die Asha Rose, die erst vor gut 3 Jahren gegründet wurde und immer noch am Wachsen ist, wenige Monate vor meinem Aufenthalt eine deutsche Partnerschule in meiner Heimatstadt gefunden hatte. So konnte ich in meiner Zeit an der Schule nicht nur das Literaturprojekt zu dem Buch "The Interview" durchführen, sondern den Schülerinnen und Lehrern Deutschland, meine Stadt und ihre neue Partnerschule vorstellen und eine "Deutschland-AG" initiieren.

Das war dann auch meine erste Tat an der Schule. Die Idee, eine kleine Präsentation mit Fotos und Informationen über die neue Partnerschule zu machen war ein voller Erfolgt. Die "private Studies" (Eigenständiges Arbeiten) - Stunden nutze ich, um mit meinem kleinen Laptop durch die 6 verschiedenen Klassen zu gehen, die Präsentation zu zeigen und nebenbei für den "German Club" zu werben, welcher auf reges Interesse stieß. Die verantwortlichen Lehrer taten sich schwer damit, von den ca. 70 Freiwilligen die 20 besten auszuwählen. Mit dieser Gruppe traf ich mich dann jeden Donnerstag um mit den Schülerinnen einen ersten Dialog in Form von Steckbriefen und Tagesabläufen der Mitglieder zu erarbeiten. Auch das Basteln von Freundschaftsbändern für die Partnerschule und das Gestalten einer Collage mit Fotos von Deutschland und der Partnerschule bereitete allen große Freude.

Diese Offenheit die mir die Schülerinnen und auch die Lehrer entgegenbrachten freute mich sehr und sorgte dafür, dass ich mich sehr schnell einlebte und mich an der Schule wohl fühlte.

Was mich außerdem positiv überraschte war die Kreativität und Selbstständigkeit der Schülerinnen.

Außerdem waren die Schülerinnen mündliche Mitarbeit gewohnt - sei es einzeln oder im Chor- und auch Gruppenarbeiten waren kein Problem für sie. Und warum sie so gut im Diskutieren und Reden sind fand ich auch bald heraus. Eines der Nachmittagsprogramme neben "Schule aufräumen", Sport, und Clubs war "Debate", also "Debattieren", bei dem immer zwei Jahrgänge gegeneinander antraten und über ein bestimmtes Thema diskutierten.

Es war eine unvergessliche Zeit mit neuen Eindrücken, Ideen und Freunden und ich kann jedem nur empfehlen dieses "Abenteuer" anzunehmen und das Land kennen zu lernen, denn man kann Tansania nicht in Worte fassen. Man muss es selbst erlebt haben. Meine Gastmutter hatte recht: es ist eine völlig andere Welt.“

 

 

 

 

 

 

Die neue AG hat ihre Arbeit bereits mit Vollgas aufgenommen und in ersten Treffen wurden schon viele Ideen besprochen.

Jede Schülerin beginnt jetzt zunächst den Austausch per Post mit ihrer Partnerschülerin in Tansania.

Es soll bald ein AG-Logo geben und wir nehmen an einem Wettbewerb über Afrika teil.

Geplant ist ausserdem ein Kochprojekt mit speziellem afrikanischen Essen.

Für die Zukunft ist selbstverständlich auch ein Besuch in Afrika geplant.

Die Tansania ist offen für alle Schülerinnen ab Klasse 6.

 

 

Eva Heiny

 

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