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[Q2] Schülerinnen der Maria-Ward-Schule nehmen am Europatag teil

Am Samstag, dem 13.05.2017, wurde bei strahlender Sonne auf dem Kurhausvorplatz in Bad Homburg der Europatag gefeiert. Unsere Q2-Schülerinnen nahmen teil und haben sich mit dem Thema des Tages auseinandergesetzt.

Die Europäische Union hat 28 Mitgliedsstaaten, es sind knapp 60 % der gesamten europäischen Länder. Wenn man bedenkt, wie mühsam es ist, sich in einem Team oder in einer Familie zu einigen, kann man nachvollziehen, welche herausragende Leistung das Bestehen der Europäischen Union, das mehrmals bedroht schien, ist. Die Europäische Gemeinschaft wurde als supranationale Organisation am 1. November 1993 offiziell gegründet. Unsere Schüler/innen kennen sie nur in der heutigen Form. Für die junge Generation ist z. B. das Recht auf Freizügigkeit, also auf Ausreise und Einreise im Schengenraum ohne den Pass an der Grenze zeigen zu müssen, selbstverständlich. Ihre Eltern wissen diese Freiheit aber sehr zu schätzen.

Dies ist den Q2-Schülerinnen auch bewusst geworden. Im Rahmen des Unterrichts im Fach Politik und Wirtschaft und bei weiteren zusätzlichen Treffen, haben sie gemeinsam eine ansprechende Power-Point-Präsentation zum Thema „Die Entwicklung der Europäischen Union bis zum heutigen Gebilde und die daraus resultierenden Vorteile“ erarbeitet. Wichtige Stationen in dem chronologischen Werdungsprozess wurden hervorgehoben z.B. Die Römische Verträge, die vor 60 Jahren den Grundstein für die heutige Europäische Union gelegt haben. In der Gruppenarbeit haben die Schülerinnen selber erfahren, wie wichtig klare Kommunikation und Zuständigkeiten, sowie Kompromissbereitschaft und Flexibilität sind, um ein gemeinsames Projekt zu verwirklichen.

Unser Stand war mit zweisprachigen Plakaten (deutsch und englisch) über die Strukturen der EU und über EU-Mitgliedsstaaten sowie mit Plakaten der Hymnen in jeweiligen Nationalsprachen gestaltet. Europa-Puzzles haben für interaktives Lernen gesorgt. Hierbei hatten nicht nur die Kinder viel Spaß. Die Schülerinnen haben den Besuchern und der Presse (Taunuszeitung, 15.05.2017) inhaltliche Fragen beantwortet und genossen sichtlich den Erfolg ihrer Arbeit. Der Beitrag der Schülerin Celine Goede ist erwähnenswert, die nicht nur vom Beginn bis zum Ende bei dieser Aktion tatkräftig mitgewirkt hat, sondern auch in ihrer ehrenamtlichen Arbeit mit Flüchtlingen in Oberursel und Bad Homburg konkret Europas Offenheit und Herausforderungen erleben konnte.

„Die Vollendung der Europäischen Union bleibe eine Daueraufgabe der zuständigen EU-Organe und der Nationalstaaten“, betonen die Schülerinnen in ihrem digitalen Vortrag. Aber jede/r Einzelne darf und kann mitwirken und Verantwortung übernehmen. Durch den Vertrag von Lissabon am 1. Dezember 2009 wurde das europaweite Bürgerbegehren eingeführt, das den EU-Bürgern ermöglicht, sich direkt in den europäischen Rechtssetzungsprozess einzubringen. Wir dürfen Mitgestalter/innen einer der wichtigsten Errungenschaften des 21. Jahrhunderts sein.

Als ich den Enthusiasmus in den Augen unserer Schülerinnen und der Besucher sah, erinnerte ich mich an die vielen Stimmen, die zum Auftakt des Europatags in einem Flashmob sangen:

Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken
Himmlische, dein Heiligtum.
Deine Zauber binden wieder was die Mode streng geteilt;
Alle Menschen werden Brüder wo dein sanfter Flügel weilt.

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