Herzlich willkommen

Stifte machen Mädchen stark

 

 

Stifte recyceln und zugleich 200 syrischen Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht ermöglichen:

 

Die Aktion

Durch das Recycling von Stiften unterstützt der Weltgebetstag Deutschland ein Team aus LehrerInnen und PsychologInnen, das 200 syrischen Mädchen (und auch einigen Jungen) in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht ermöglicht. (Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier).

Für 450 Stifte können wir zum Beispiel ein Mädchen mit Schulmaterial ausstatten und so eine Tür für eine bessere Zukunft öffnen. Bisher wurden deutschlandweit schon 17.000 kg gesammelt.

Die Maria Ward Schule sammelt mit. Bisher sind ca. 8 kg zusammengekommen. Um eine Kiste verpackt wegzuschicken, müssen wir 20 kg zusammenbekommen. Schaffen wir das?

 

Wenn ihr alle mithelft und im Bekannten- und Verwandtenkreis kräftig sammelt, dann bekommen wir die Menge bis 31.1.2019 zusammen.

 

Bringt also die leeren Stifte in die Schule mit und werft sie in die Box vor dem Lehrerzimmer. Jeder kleine Stift hilft.

 

Ach übrigens,

könnte ihr auch eure alten Handys in eine Box vor dem Lehrerzimmer werfen. Die Materialien landen dann nicht im Müll, sondern werden wiederverwertet. Der Erlös geht in den Umweltschutz.

Unser Basketball-Team 2018/19

 

 Unser Basketball-Team 2018/19

 

 

hinten v. l.: Oliwia W., Julia E., Leah W., Merle K., Eliza S., Moe K., Jordis Wächter (Coach)

vorne v. l.: Yousra El H., Leonie P., Celina M., Petra K., Eva T., Livia D., Kim G.

es fehlen: Dorothea K., Laura S., Liv G., Meric E., Sophie R.

 

Drei Tage Gedenken gegen das Vergessen

 

 

Die Maria-Ward-Schule war vergangene Woche Gastgeber der diesjährigen Gedenkfeier zur 3. Stolpersteinverlegung in Bad Homburg.

Bereits am Morgen des ersten Tages nahmen die Schülerinnen der Maria-Ward-Schule mit Zeitzeugen, Nachfahren und Interessierten am ersten Akt der bewegenden Zeremonie teil, die am Denkmal „Am Platz der ehemaligen Synagoge“ von dem Vorsitzenden der Initiative Stolperstein e.V., Herrn Juretzek, eröffnet und u.a. von den berührenden kantoralen Gesängen des Rabbiners Andi Steiman untermalt wurde.

Anschließend folgte die Menge dem Kölner Künstler Günter Demnig, der weitere 14 goldglänzende Versatzstücke vor den Wohnhäusern, der im NS-Regime ermordeten Bad Homburger Bürger, in den Boden einließ. „Das Herz und der Kopf sollen hierüber stolpern, zum kurzen Innehalten auffordern und den Opfern ein Stück weit ihre Identität wiedergeben“, so der Stadtverordnetenvorsteher, Herr Dr. Alfred Etzrodt.

Weiter ging es am Abend in der gut gefüllten Aula der Maria-Ward-Schule. Nach der Begrüßungsrede von Frau Fischer, übernahm der Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg, Herr Alexander W. Hetjes, das Wort. In Bezug auf diese Thematik verwies er auf die TV-Serie „Babylon Berlin“, die seines Erachtens anschaulich ein Bild der 1920er und 30er Jahre zeichnet - wie sich organisierte Gewalt und Hass breit machte, Druck einer Gruppe demokratische Umgangsformen zerstörte und Verbrechen zunächst geduldet und dann sogar offen begrüßt wurden.

Aufmerksam hing das gesamte Publikum den Familienangehörigen und Freunden von Bertha Harth, Salamon Lind und Alfons Pflügel an den Lippen, als diese von ihren Begegnungen und Erzählungen aus damaliger Zeit berichteten - ergreifende Geschichten voll Sehnsüchten und Ängsten, aber auch von Freundschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft.

Im Anschluss schilderten Schülerinnen der zehnten Klasse, immer noch sichtlich erschüttert, ihre Eindrücke des Besuchs des 3km von unserer Partnerschule entfernten KZs in Majdanek, welches sie im Rahmen ihres Polen-Austauschs besuchten. Sie sprachen außerdem von einem Projekt, das ihnen sehr am Herzen liege - jedes Jahr besuchen sie mit ihren Religionsgruppen die in ihrer Stadt verlegten Stolpersteine, polieren diese und legen weiße Rosen nieder. Anschließend beten sie gemeinsam für die Opfer und bitten Gott um Frieden.

Am folgenden Tag war die Familie Harth, die anlässlich dieser Veranstaltung aus Israel und den USA angereist war, erneut zu Gast in der Maria-Ward-Schule. Alisa Harth, die Großnichte von Bertha Harth, schrieb basierend auf Briefen und Postkarten des nach Lodz deportierten und ermordeten Bruders von Bertha Harth, Josef Harth, ein Buch. „Nach und nach alles in Ordnung bringen“, so der Titel übersetzt aus dem Hebräischen.

Die Lesung beendet Alisa Harth mit ihrem persönlichen Fazit resultierend aus der Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit und der Geschichte: „Leben und leben lassen“.

 Am letzten, dieser bewegenden drei Tage, erhielt die Klasse 7a Besuch des Autors Paul-Ernst Cohen. Er brachte den Schülerinnen drei Liebesgeschichten mit, wie sie sich zu Zeiten des Nationalsozialismus´ ereigneten - unter anderem die seines Großonkels Ernst Cohen. Nachdem der in Köln geborene Sohn jüdischer Eltern im Jahr 1933 seines Papiergeschäfts zwangsenteignet wurde, fand er 1936 Trost bei der Witwe Elisabeth Heck. Mit deren Familie zog er kurz darauf nach Bad Homburg in die Brendelstraße. Ernst Cohen wurde über Limburg-Diez und Dachau nach Buchenwald deportiert, wo er im November 1938 starb. Mit Bedacht und Feingefühl erzählt, führte er die jungen Schülerinnen so an dieses sensible Thema heran.

Einen würdigen Abschluss bildete das Pflanzen des Rosenstocks der Sorte „Friedenslicht“ auf dem Schulgelände der Maria-Ward-Schule, als Sinnbild des Friedens und der Hoffnung.

 

Bad Homburg, 26.10.2018

Monya Tarara

 

Ran an den Kürbis


 

Bei uns stand heute nach der sechsten Unterrichtsstunde ein großes Kürbisschnitzen auf dem Plan. Die jungen Schülerinnen schnitzten was das Zeug hält. Mit ganzem Einsatz und Feinarbeit schnitten sie gruselige Grimassen in die kleinen Kürbisköpfe.

Die 35 Kürbisse, eine Spende unseres Haus- und Hoflieferanten, Bauer Kitz aus Friedrichsdorf-Seulberg, wurden bereits freudig erwartet. Täglich bringt uns Jochen Kitz, dessen Mutter Gretel Kitz bereits an der Maria-Ward-Schule lernte und auch lehrte, frisches, regionales Gemüse und Obst. Das vierköpfige Küchen-Team zaubert hieraus liebevoll gesunde traditionelle und  innovative Gerichte für die Schülerinnen und das Kollegium.

 

Bad Homburg, 30.10.2018

Monya Tarara

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